Neutralleiter-Erdungsdrossel
Die Neutralleiter-Erdungsdrossel ist eine einphasige Drossel, die in dreiphasigen Stromversorgungssystemen eingesetzt wird. Sie ist typischerweise zwischen dem Neutralpunkt eines Transformators oder Generators und der Erde angeschlossen und dient in erster Linie dazu, einphasige Erdschlussfehler auf ein vorbestimmtes Niveau zu begrenzen. Dies wird durch ihre induktive Impedanz erreicht, die den Fehlerstromfluss einschränkt.
Die Hauptaufgaben der Neutralleiter-Erdungsdrossel umfassen:
Begrenzung des Leiter-Erde-Fehlerstroms auf ein Niveau, das Schäden an den Betriebsmitteln des Stromversorgungssystems verhindert.
Reduzierung transienter Überspannungen, die bei der Unterbrechung von momentanen Fehlerströmen auftreten können.
Gewährleistung eines ausreichenden Fehlerstromflusses, um den zuverlässigen Betrieb von Schutzrelais zu ermöglichen und somit eine schnelle Fehlererkennung und -beseitigung zu gewährleisten.
Unterdrückung transiente Überspannungen: Die LTEC-Nullpunkt-Erdungsdrosseln sind speziell zur Unterdrückung von Spannungsspitzen ausgelegt, die bei transiente Erdschlussunterbrechungen entstehen. Sie tragen so zum Schutz der Systemisolierung bei.
Maximale thermische Belastbarkeit: Durch den Einsatz von Isoliersystemen der Klasse H (180°C) oder 200°C sowie des Vakuumdruckimprägnierungsverfahrens (VPI) bieten unsere Erdungsdrosseln eine überlegene dielektrische Festigkeit und Feuchtigkeitsbeständigkeit.
Verbesserte Schutzkoordination: Durch die Bereitstellung eines ausreichenden Fehlerstroms schützen LTEC-Erdungsdrosseln Ihre Relais und ermöglichen eine schnelle Diagnose und Abschaltung von Stromfehlern. Dies erhöht die allgemeine Zuverlässigkeit und Sicherheit des Stromnetzes.
Wartungsfreie Lebensdauer: Die luftgekühlte Trockenbauweise eliminiert effektiv das Risiko von Ölleckagen und magnetischer Sättigung, wodurch die Wartungshäufigkeit reduziert wird.
Unter normalen Betriebsbedingungen bleibt die Spannung an der Neutralleiter-Erdungsdrossel niedrig, wodurch nur ein minimaler Strom fließt. Im Fehlerfall steigt der Strom jedoch deutlich an. Daher muss die Drossel so ausgelegt sein, dass sie diesen erhöhten Strom für eine bestimmte Dauer (üblicherweise in Sekunden angegeben) standhalten kann, um die Systemstabilität und den Schutzabgleich zu gewährleisten.